Friedhof II der Georgen-Parochialgemeinde

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Auf dem 1848 nahe der Akzisemauer angelegten Friedhof steht eine der ältesten Friedhofskapellen der Stadt. Das Gebäude, das 1865 bis 1867 vermutlich nach Entwürfen von Paul Erdmann (1831-1903) entstand, hat eine übergiebelte Fassade, die von Rundbogenfriesen und -fenstern sowie durch ein von Säulen eingefasstes Portal gegliedert wird.

Im folgenden wird eine Auswahl von historisch und/oder kunsthistorische interessanten Grabstätten aufgelistet. Ehrengräber des Landes Berlin sind mit einem Stern (*) am Ende der Zeile gekennzeichnet.

Johann Carl Julius Albrecht (1794–1848), Steinmetzmeister, ältestes Grab auf dem Friedhof, Urnenhain R
1996/97 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gereinigt und gesichert.

Anton Friedrich Büsching (1724-1793), Geograf, Direktor des Gymnasiums zum Grauen Kloster, Begründer der politischen Geografie. Sein Grabmal von Johann Gottfried Schadow (1764-1850) befindet sich gegenwärtig im Märkischen Museum, soll aber wieder auf den Friedhof zurückkehren.

Ernst Carl Francke (1823-1895), Holzhändler. Mausoleum (erb. um 1898) von Werner Lundt (1859 nach 1929) und Georg Kallmorgen (1862–1924) (Thalia-Theater Hamburg), ursprünglich mit lebensgroßen Bronzeskulturen von Johann Bossard (1874–1950) ausgestattet. Von diesen die Leuchterengel in die Kapelle, die "Vier Lebensalter" ins östliche Urnenfeld verlagert.

Alfred Gyss, gen. Fredy Sieg (1878–1962), Schauspieler (Komiker), bekannt geworden 1923 mit dem Lied "An der krummen Lanke". 6 Kg -18 - 25

Helmut Kraatz (1902–1983), Gynäkologe und Direktor der Berliner Universitäts-Frauenklinik. Die von Achim Kühn (geb. 1942 geschaffene) Metallskulptur "Die Ehe" steht nach Beschädigung und Reparatur jetzt auf dem Rondel am Hauprtweg des St.-Petri-Friedhofes.

Wandgrab Kurtze (erb. 1905), Muschelkalk mit einem Bronzerelief mit antikisierender Abschiedsszene, als "Wiedersehen" uminterpretiert, von Otto Stichling (1866–1912). Feld A - Reihe 1
1996/97 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gereinigt und gesichert.

Otto Lange (gest. 1928), Kaufmann, lebensgroße Bronzefigur einer Trauernden an ein Kreuz gelehnt von Hans Dammann (1867–1942). vor dem 6. Kirchengitter
1997 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gereinigt und gesichert.

Mausoleum Martiny (erb. ca. 1898), säulenflankierte Portikus, links und rechts je Bronzerelief eines betenden Engels von Franz Rosse (1858–1900), über der Tür Mosaik mit segnendem Christus. Feld A - Reihe 1
1996-2000 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin umfangreich gesichert.

Otto Pritzkow (gest. 1941), Besitzer des ersten Berliner Lichtspieltheaters "Abnormitäten und Biograph-Theater" in der Münzstraße. Feld 4 - 1 - 68

Bernhard Rose (1865-1927), Schauspieler, Direktor des Rose-Theaters. Abt. 42-5-31/32 *

Fredy Sieg, s. Alfred Gyss

John Stave (1929-1993), Schriftsteller (Eulenspiegel).

Quellen:

Klaus Hammer: Historische Friedhöfe in Berlin. Berlin: Stattbuch-Verl., 1994

Helmut Ernst - Heinrich Stümbke: Wo sie ruhen... Kleiner Führer zu den Grabstätten bekannter Berliner in West und Ost. Berlin: Stapp Verlag, 1986

Berliner Bezirkslexikon Friedrichshain-Kreuzberg bei www.berlingeschichte.de. Berlin: Edition Luisenstadt, 2003

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