Friedhof II der Dreifaltigkeitsgemeinde

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Der 1825 eingeweihte Friedhof ist der älteste an der Bergmannstraße und hatte ursprünglich einen kreuzförmigen Grundriss. Erwurde später auf seine jetzige Gestalt mit einer Größe von 55.964 qm erweitert. Die Kapelle stammt aus dem Jahr 1856.

Im folgenden sind einige ausgewählte Gräber von besonderem historischen oder kunsthistorischen Interesse aufgelistet:

( * - Ehrengrab des Landes Berlin. Eine Liste der Ehrengräber des Landes Berlin finden Sie hier.)

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Karl Freiherr von Stein zum Altenstein (1770-1840), Preußischer Kultusminister, gemäßigter Reformer, Südmauer-B-Erbb. 55

Woldemar Bargiel (1828-1897), Komponist und Musikpädagoge, Akademimitglied, Grabstein mit Bildnismedaillon aus Bronze von Ernst Herter (1846-1917)

Friedrich Eduard Beneke (1798 - 1854), Philosoph und Psychologe, A-0A-71/72*

Carl Blechen (1798-1840), Maler, Gedenktafel, B-Oberallee/Mauer*

Karl Boetticher (1806-1889), Architekt, Bauforscher, Archäologe, antikisierende Stele für ihn und seine 3. Frau Clarissa Lohde auf der Grabstelle von August Kopisch, C-WS-51

Franz Bopp (1791-1867), Sprachforscher, Begründer der vergleichenden Sprchwissenschaft, M-UA-26*
Im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin restauriert und gesichert.

Johann Albrecht Friedrich Eichhorn (1779-1856), Preussischer Kultusminister, musste während der Revolution 1848 zurücktreten, C-6-33

Amalie Friedländer (1800-1838), Kusine und Jugendliebe Heinrich Heines, der ihr zahlreiche Gedichte widmete, Südmauer-B-Erbb.
1985/87 und 1991/92 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin restauriert und gesichert.

Martin Gropius (1824-1880), Architekt (u.a. der Martin-Gropius-Bau, Krankenhäuser (z.B. Friedrichshain), Villen), Direktor der Kgl. Kunstschule, Pergola nach eigenem Entwurf von 1868, Relief von Rudolf Siemering (um 1880), C-W.S.-6-9*
Im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin restauriert und gesichert.

Arthur von Gwinner (1856-1931), Wandgrab des Jugenstils, Ostmauer-A-Erbb.
1991/92 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gereinigt und gesichert.

Johann Georg Halske (1814-1890), Mechaniker, Industrieller, Partner von Werner von Siemens, Ädikula mit Büste von Julius Moser (um 1890), M-HA-8-13

Wilhelm Hauchecorne (1822-1900), Geologe, Stele mit Bildnismedaillon aus Bronze von Fritz Heinemann, D-MA-33
Im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin restauriert und gesichert.

Charlotte von Kalb (1761-1843), Schriftstellerin, Freundin Schillers, Goethes, Herders, Hölderlins, Jean Pauls, Fichtes, B-HA-14*
Im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin restauriert und gesichert.

Heinrich Kayser (1842-1917), Architekt, Wandgrab von Arnold Hartmann mit Porträtbüste von Gerhard Janensch, A-WS-71-78
Im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gereinigt und gesichert.

Ernst Georg Klingenberg (1870-1925), Elektrotechniker, Pionier auf dem Gebiet Kraftwerkbau, Ingenieur, Vorstandsmitglied der AEG, schlichtes Wandgrab mit Porträtrelief von Fritz Klimsch, A-WS-4*
Im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gereinigt.

August Kopisch (1799-1853), Maler, Dichter, Dramatiker, Histograf, Wandgrab mit Platte mit Porträtmedaillon von Otto Geyer (1843-1914), C-W.S.-52*

Friedrich Wilhelm von Krause (1802-1877), Weinhändler, Privatbankier und Industrieller, monumentale offene Halle nach Entwurf von Friedrich Hitzig, überlebensgroße Jesusskulpturvon Julius Moser, Kuppel des Zentralteiles mit Mosaiken und Fresken von Karl Gottfried Pfannschmidt und A. v. Werner, ehemals Büsten von Friedrich Drake
1985/87 sowie 1991/91 und 1995 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin restauriert und gesichert.

Walter Kyllmann (1837-1913), Architekt, klassizistisches Wandgrab, H-WS-

Karl Lachmann (1793-1851), Philologe und Germanist, B-oben-2-3/4*
Eine Abbildung des Grabmales findem Sie auch hier.

Friedrich August Leo (1820-1898), Shakespeare-Forscher, Übersetzer, Publizist, verheiratet mit Elisabeth Friedländer, der Tochter von Amalie F., vermachte sein umfangreiches Vermögen größtenteils der Stadt Berlin; Medaillon für seine Tochter Gertrud verh. Gräfin Pfeil; B-OA-71-76*

Constantin Liebich (1847-1928), Journalist, Schriftsteller, engagierte sich für Arbeits- und Obdachlose, begründete die Schrippenkirche, B-20-24

Clarissa Lohde (1836-1915), Schriftstellerin, beigesetzt neben ihrem dritten Mann Karl Boetticher in der Grabstätte Kopisch, C-W.S.-52

Philipp Konrad Marheineke (1780-1846), Theologe und Professor an der Universität, Pfarrer der Dreifaltigkeitskirche, Hegelianer, Gegenspieler Schleiermachers, Stele mit Bildnidmedaillon aus Bronze, B-Oberallee 47*

Adolph von Menzel (1815-1905), Maler, Graphiker (Illustrationen zu Kuglers "Leben Friedrichs des Großen", "Flötenkonzert in Sansscousi"," Aufbahrung der Märzgefallenen", "Eisenwalzwerk"), Grabwand mit Bronzebüste nach Marmororiginal von Reinhold Begas, A-W.S.-48*
1985/87 restauriert.

Theodor Mommsen (1817-1903), Historiker, Jurist, Nobelpreisträger ("Römische Geschichte"), O-UA-36*
1985/87 restauriert.
Eine Abbildung des Grabmales findem Sie auch hier.

Oscar Niemann (1861-1893), Sänger, Maler, Komponist, in gemeinsamer Grabstätte mit seiner Mutter Marie Seebach; sein Grabmal (Sockel und Engel) wurde mit dem seiner Mutter vereinigt; H-MA-2

Grabstätte von Oppenfeld (erb. 1828), Bankiersfamilie, monumentales Mausoleum in ägyptisierendem Stil, eines der ältesten auf dem Friedhof, OM-A
1985/87 und 1991/92 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin umfangreich restauriert.

Geschwister Orth: August (1828-1901), Architekt (Zions-, Gethsemane-, Emmauskirche); Marie (1830-1910), Porträt- und Genremalerin; Albert (1835-1915), Agronom; ursprünglich rahmten zwei Stelen mit Bildnismedaillons von Fritz Heinemann für die Brüder das Kreuz für die Schwester; L-MA-13/14

Fürst Karl (1725-1794, preußischer Staats- und Kriegsminister) und Fürstin Christiane Charlotte Sophie von der Osten-Sacken (1733-1811), eine der reichsten Frauen ihrer Zeit. Unterbau aus Sandstein mit gusseisernem Sarkophag hinter ebensolchen Gittern, darauf ebenfalls gusseiserner Zippus, nach Entwurf Schinkels von Friedrich Tieck ausgeführt, A-OA-104
1985/87 vollständig restauriert.

Georg Heinrich Pertz (1795-1876), Historiker und Königlicher Oberbibliothekar, leitete die Sammlung der "Monumenta Germaniae Historica", C-UA-2 *
1985/87 restauriert.

Gertrud Gräfin Pfeil (1857-1891), Tondo aus Carraramarmor auf einer Säule zwischen den Sarkophagen ihrer Eltern Elisabeth und Friedrich August Leo, B-OA-71
1985/87 restauriert. 1991/92 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin durch eine Kopie ersetzt, das Original befindet sich im Mausoleum Epstein.

Ferdinand Ranke (1802-1876), Philologe, Direktor des Friedrich-Wilhelm- Gymnasiums, Stele mit Porträtmedaillon, H-UA-18*
1985/87 restauriert.

Friedrich Ludwig Georg von Raumer (1781-1873), Historiker, Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung, Cousin von Karl Otto von Raumer, H-UA-32*

Georg Andreas Reimer (1776-1842), Verleger (Kleist, Novalis, Jean Paul, Tieck) und Buchhändler, Grabwand mit Durchgang zum Grab von Reimers Schwiegersohn Theodor Mommsen, B-OA-48/51a*

Arnold Rieck (1876-1924), Schauspieler, Komiker, O-10-19

Friedrich Daniel Schleiermacher (1768-1834), Theologe, Philosoph und Prediger, legendärer Platon-Übersetzer, Zippus mit Porträtbüste von Fritz Schaper nach einem Original von Christian Daniel Rauch, B-OA-118*
1985/87 gereinigt und gesichert.

Grabstätte Schultze - Zitelmann (erb. 1880), Kaufleute, Marmormausoleum mit Antikezitaten, im Inneren drei Marmorbüsten von Walter Schott sowie eine Büste und ein Tondo von Ferdinand Hartzer (1838-1906), H-WS

Marie Seebach (1829-1897), hochgefeierte Schauspielerin, begründete die Marie-Seebach-Stiftung, im Sockel des Grabmals die Urne ihres Sohnes Oscar Niemann, H-MA-1/2*
ihre Schwester Wilhelmine Seebach (1832-1911), Sängerin und Schauspielerin, leitete nach ihrem Tod die Stiftung, H-MA-1

Familie Siekerka (erb. 1925), Militäreffektenfabrikanten, Mausoleum im Stil der Neuen Sachlichkeit, H-WS-21
1985/87 und 1991/92 im Rahmen der Tätigkeit der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin restauriert.

Henrik Steffens (1773-1845), Philosoph, Naturforscher, Dichter, Stele mit Porträtmedaillon von Thorwaldsen, C-MA-45

Adolf Stoecker (1835-1909), Theologe, Hofprediger, Parlamentarier, Gründer der Christlich-Sozialen Partei, Antisemit, J-HA-31

Karl von Thielen (1832-1906), preuß. Minister der öffentlichen Arbeiten und Direktor des Reichseisenbahnamtes, G-MA-4

Ludwig Tieck (1773 - 1853), Schriftsteller der Romantik, B-3-3*

Albert Traeger (1830-1912), Jurist und Dichter, Mitglied des Abgeordnetenhauses, ursprünglich wesentlich umfanreicheres Grabmal von Walter Schott, im Krieg zerstört und in reduzierter Form wiederaufgebaut, J-HA-12
1985/87 restauriert.

Georg Wertheim (1857-1939), Gründer des gleichnamigen Kaufhauses, Grabstätte in der Art eines archaischen griechischen Heroons mit Temenos, H-HiA-31-33

Amalie Wolff (1780-1851), Schauspielerin, spielte unter Goethe und Schiller, der Säule fehlt die abschließende Urne, D-HA-35
1985/87 gereinigt und gesichert.

Theodor Wolff (1848-1911), Schauspieler, Enkel von Amalie Friedländer, Kalksteintafel zwischen zwei mit musizierenden Putten geschmückten Pfeilern, O-UA-28

 

Quellen:

Eines Schattens Traum ist der Mensch. Berliner Friedhöfe Teil 1. Berlin: GBBB e.V. 1997 (CD-ROM)
Homepage von GBBB e.V.: http://www.gbbb-berlin.com/index.html

Klaus Hammer: Historische Friedhöfe in Berlin. Berlin: Stattbuch-Verl., 1994

Helmut Ernst - Heinrich Stümbke: Wo sie ruhen... Kleiner Führer zu den Grabstätten bekannter Berliner in West und Ost. Berlin: Stapp Verlag, 1986

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