Dorotheenstädisch-Friedrichswerderscher Friedhof - Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten
Ausgangssituation

Der erste Friedhof der Dorotheenstadt- Gemeinde befand sich im direkten Umfeld der im Jahre 1687 eingeweihten Kirche. Das Areal verwilderte als Folge des II. Weltkrieges und wurde nach dem Abriß in einen Parkplatz umgewandelt, der heute durch die Mittelstraße, Neustädtische Kirchstraße und Clara- Zetkin- Straße begrenzt wird.
Als auf dem Areal des 1708 eröffneten zweiten Friedhof, den sich die Dorotheenstadt- Gemeinde mit der französischen Gemeinde teilte, im Jahre 1762 die Artilleriekaserne gebaut wurde, erhielt sie vom König ein Ersatzgelände, den heutigen Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden.
1834 haben die beiden Gemeinde in der Bergmannstraße in Kreuzberg ein weiteres Grundstück erworben.
Beide Friedhöfe bestehen noch heute und gehören den mittlerweile zusammengelegten Gemeinden.

Konservierungs- und Erhaltungskonzept/ Auswahl der Grabanlagen

Der seit 1762 ununterbrochen genutzte Friedhof zeigt eine große Anzahl von herausragenden Grabanlagen, von denen ein Teil bereits von der Denkmalpflege bearbeitet worden sind.
Kunst- und kulturgeschichtlich wertvolle Wandgräber im Bereich der Nord- West- Wand wurden, ebenso wie eine Anzahl von Einzelgrabanlagen, die sich im in einem schlechten Erhaltungszustand befanden, Bestandteil der Sicherungs- und Konservierungsmaßnahmen.

Maßnahmen

Ausgehend vom Mausoleum "Limann" an der Nord- West- Wand wurden die in ihrer Substanz gefährdeten Wandgräber baulich gesichert. Vorrangig wurden die Wandgraboberseiten zum Schutz vor Niederschlagswasser mit Zinkblech eingedeckt, stellenweise waren aber auch aufgrund des schlechten Erhaltungszustandes umfangreiche Mauer- und Putzarbeiten notwendig. Bei den Natursteinarbeiten wurden aufgrund des komplizierten Schadensbildes auch Reinigungslaser eingesetzt.
Zur Wieder- Sichtbarmachung der ursprünglichen Grabkanten wurde das vorhandene Erdreich abgetragen und der Bewuchs entfernt; die vorgenommenen Neupflanzungen sollen diesen Effekt unterstützen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Stiftungsaktivitäten bildeten die metallrestauratorischen Arbeiten: einige der vorhandenen Bronzemedaillons konnten von Korrosions-, bzw. Schmutzschichten befreit und konserviert werden.

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